
Foto: Vincent Lacanal
Ces textes en français.
Am 19. September 2010 tanzte eine Gruppe von mehr als 80 Personen in den öffentlichen Gärten JARDINS DE LA FONTAINE von Nîmes. JARDIN ALTESSE, JARDIN PARESSE [Garten der Hoheit, Garten der Faulheit] hiess die Veranstaltung.
Choreografie: Zéline Zonzon
SolistINNen: Jeanne-Nora Bennouar,
Musik (live); DURACUIVRE, Laurent Rabotin, Sylvie Bonnet, Estelle Andrieu
10 Minuten Videomitschnitt (aus vielen Zuschauerkameras geschnitten).
Profi-Fotostrecke zum Event von Samuel Duplaix. Die Galerie ist einsehbar unter dem Geheimwort DANSE.
Im folgenden die Reaktionen der Presse vor Ort:
Kritik von J.-P.S in der Zeitung ‘Midi Libre’ vom 20. September über die Veranstaltung vom 19.09.2010:

Foto: Fabrice ANDRES - Midi Libre
Getanzter Spaziergang
… Von der Stadtverwaltung zu den TAGEN DES FRANZÖSISCHEN PATRIMONIUMS eingeladen, bot die Künstlerin den Nimensern die Entdeckung der berühmten Gärten in verschiedenen Stufen. Durch ein Leitsystem aus Sequenzen zeitgenössischen Tanzes, getanzt von den beiden Tänzerinnen Jeanne-Nora Bennouar und Estelle Andrieu sowie 80 Tanzamateuren aller Altersstufen, durch musikalische Interpunktion von der Blaskapelle in Taschenformat DURACUIVRE, vom Gitarristen Laurent Rabotin, der Sängerin Sylvie Bonnet und der Akkordeonistin Estelle Andrieu, entdeckte das Publikum auf eine orignelle und außergewöhnliche Weise das mineralische und pflanzliche Kulturerbe des Ortes. Mit JARDIN ALTESSE, JARDIN PARESSE hat Zéline Zonzon die Menschenmenge irgendwie an die Hand genommen, zum Spaziergang . Eine subtile und elegante Weise die Schönheit des Nimenser Kulturerbes sichtbar werden zu lassen. …
Ankündigung der Zeitung ‘Midi Libre’ vom 13. September für die Veranstaltung vom 19.09.2010:
Ein getanzter Rundgang lässt die Gärten neu (er)finden

Foto: DB - Midi Libre
Nîmes: Für die TAGE DES FRANZÖSISCHEN PATRIMONIUMS [Kulturerbes] gestaltet die Choreografin Zéline Zonzon in den Gärten JARDINS DE LA FONTAINE eine Aufführung mit 80 Personen.
Jedes Jahr zur gleichen Zeit das gleiche Dilemma. Jedes dritte Wochenende im September prallen im Nimenser Kalender zwei Großveranstaltungen aufeinander: Die FERIA DES VANDANGES und die TAGE DES FRANZÖSISCHEN PATRIMONIUMS. Nicht einfach für die OrganisatorINNen, noch schwerer für die Zuschauer, aber das spielt keine Rolle. Zéline Zonzon, die mal die eine, mal die andere Veranstaltung gestaltet, bietet die Krönung der Herausforderungen: Sie besetzt die Gärten JARDINS DE LA FONTAINE Sonntag Nachmittags um 16 Uhr, begleitet von 80 InterpretINNen, die mehrheitlich “noch nie getanzt” haben, mit einer Aufführung Tanz-Theater. Bei dem getanzten Rundgang, den sie JARDIN ALTESSE, JARDIN PARESSE [Garten der Hoheit, Garten der Faulheit] nennt, verschreibt sich die Choriografin ganz den TAGEN DES FRANZÖSISCHEN PATRIMONIUMS, indem sie den Einwohnern vorschlägt den Ort an diesem Tag in neuer Form “wieder zu entdecken”. “Mich reizt es, einen anderen Blickwinkel anzubieten. Der Garten ist sehr witzig,” sagt sie “es gibt Familien, Passanten, Menschen aller Altersgruppen, Erwachsene die hinter ihren Kleinen herrennen … Die Gärten sind Teil des Nimenser Alltags. Ich habe mir vorgenommen ihnen einen poetischen, unverfälschten Blick in den Raum zu erlauben.” Gestern Nachmittag sind die TeilnehmerINNen gekommen um vor Ort zu proben, also in Originalgröße. Sie, Zéline Zonzon, am Lautsprecher, gibt die Richtung vor, die Musiker der Blaskapelle DURACUIVRE das Tempo.
Zwei Mamas: “Erinnerst DU Dich an die Bewegungen? Fangen wir mit den Augen an oder mit den Ohren?” Ein junger Tänzer beruhigt sie. Und das Ballet führt über die Hauptallee zu den Wasserbecken, dann über die majestätischen Treppen bis zum Rondell. Mit der Einladung an die Amateure, die ProfitänzerIN (Jeanne-Nora Bennouar, Fabien Delcausse) zu begleiten, spielt Zéline Zonzon wirklich mit allen Kontrasten die der Ort bietet: Perspektiven, Gerüche, Stoffe … Obwohl seit Monaten darüber nachgedacht wurde, hat sich das Projekt nicht vor dem 6. September konkretisiert. Seitdem sind die TeilnehmerINNEN da, die sich auf einen Aufruf gemeldet haben. Bleibt nur zu hoffen, dass auch Zuschauer da sein werden. Eintritt frei.
Text: A.B.
Übersetzung: Klaus Kirchner